Einleitung: Erbrechtliche Herabsetzung / Herabsetzungsklage / Pflichtteilsprozess

Die Herabsetzung zielt auf die Wiederherstellung eines wertmässig verletzten Pflichtteils.

Mit der Herabsetzungsklage oder der Herabsetzungseinrede kann die Wiederherstellung des unentziehbaren Pflichtteils verlangt werden. In diesem Sinne herabsetzbar sind:

  • Lebzeitige Vermögensdispositionen (Schenkungen, Erbvorbezüge, Erbauskauf usw.)
  • Verfügungen von Todes wegen

Gesetzliche Erbfolge und Erbteile / Pflichtteile

» Gesetzliche Erbfolge und Erbteile

» Disponible Quote und Pflichtteilsschutz

Herabsetzungsvoraussetzungen

Diese sind unterschiedlich, je nachdem, ob es sich um Zuwendungen unter Lebenden oder solche von Todes wegen handelt:

» Herabsetzungsanforderungen

Herabsetzungsreihenfolge

(ZGB 532)

  • Verfügungen von Todes wegen vor lebzeitigen Zuwendungen
  • Spätere vor früheren lebzeitigen Zuwendungen
  • Intestaterwerb vor lebzeitigen Zuwendungen (Gesetzeslücke / umstritten)

» Reihenfolge der Herabsetzung

Ein ausgeschlossener oder übergangener Pflichtteilserbe wird erst nach gewonnener Herabsetzungsklage Erbe.

Herabsetzungsklage

Als Teilaspekt des Erbteilungsverfahrens kann die Herabsetzung geltend gemacht werden im Rahmen

  • des Erbteilungsprozesses (alleine nur bei Herabsetzungseinrede-Situation)
  • eines auf die Herabsetzung beschränkten Verfahrens (Feststellung Pflichtteilsverletzung)
  • einer Kombination der Herabsetzungsklage mit anderen Klagen

» Erbrechtliche Herabsetzungsklage

Muster zur Herabsetzung: Herabsetzungsanordnung

» Muster Herabsetzungsanordnung

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